,,CDU rechnet mit Rückkehr von AfD-Wählern!”

,,CDU rechnet mit Rückkehr von AfD-Wählern!”

2855 M. Müller
Added by 31. Oktober 2018

Nach Ansicht des Unions-Innenexperten könnte der Rückzug Merkels von der Parteispitze dabei helfen, ehemalige CDU-Anhänger zurückzugewinnen. Von einem neuen Parteivorsitzenden fordert er ein klares Profil und Haltung. AfD-Chefin Alice Weidel sieht den Rückzug auch als Erfolg der AfD.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor geht davon aus, dass der Rückzug von Merkel Wähler von der AfD zur Union zurückbringen wird. „Mit der respektablen Rückzugsentscheidung Merkels verbinde ich die Erwartung, dass AfD-Wähler zur Union zurückkommen werden“, sagte Amthor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Der Unions-Innenexperte erklärte, es sei ihm seit Beginn dieser Legislatur ein Herzensanliegen, verloren gegangene Wähler von der AfD zur CDU zurückzuholen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Wechsel an der Parteispitze dabei helfen kann. Der neue CDU-Bundesvorsitzende muss ein klares Profil und Haltung zeigen und die Fähigkeit besitzen, enttäuschte Wähler zurückzugewinnen“, sagte Amthor, der auch Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Union ist.

Weidel sieht angekündigten Rückzug als Erfolg

Die AfD schreibt sich den angekündigten Rückzug Angela Merkels vom CDU-Parteivorsitz auch als ihren Erfolg auf die Fahnen. „Durch unseren Eintritt in den Bundestag und jetzt natürlich auch durch die Besetzung des letzten Landtags in der Bundesrepublik haben wir schon insgesamt die Parteien-Tektonik durcheinander gewirbelt“, sagte die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel , im ARD-„Morgenmagazin“.

Die CDU sei durch die Verschiebung ihrer Programmatik unter Druck geraten. „Wir müssen festhalten, dass sich die CDU in den letzten Jahren komplett sozialdemokratisiert hat und von ihrer Programmatik nach links gerückt ist.“ Weidel wollte sich nicht festlegen, welchen der bislang bekannten Interessenten für die Merkel-Nachfolge – Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz – ihre Partei bevorzugen würde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Montag in Berlin nach Sitzungen der Parteigremien gesagt, sie wolle zwar auf den CDU-Vorsitz verzichten, aber Kanzlerin bleiben. Bei der nächsten Wahl wolle sie aber nicht wieder als Kanzlerin und auch nicht wieder für den Bundestag kandidieren, sagte Merkel.

 

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