Barbarossa Denkmal – Deutschlandreise

Barbarossa Denkmal – Deutschlandreise

322 Meier
Added by 17. Juli 2018

Inmitten des Kyffhäusergebirges ragt ein imposantes Wahrzeichen der deutschen Geschichte

Von der im 11. Jahrhundert errichteten Reichsburg Kyffhausen sind noch heute einige sehenswerte Reste erhalten. Mit einer Länge von über 600 Metern und einer Breite von ca. 60 Metern war sie eine der größten Burgen Deutschlands im Mittelalter.  Der Burgbrunnen ist mit seinen 176 Metern sogar der tiefste seiner Art der Welt.

Ganz besonders beeindruckend jedoch ist das imposante ca 81 Meter hohe Kyffhäuser-Denkmal mit dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. und der in Stein gehauenen Figur Barbarossas, welches im Jahr 1896 festlich eingeweiht wurde.

Steigen Sie die genau 247 Stufen hinauf in die Turmkuppel und genießen sie den atemberaubenden  Ausblick über die Goldenen Aue bis zum Brocken im Harz.

 

Das Barbarossa – Lied

Der alte Barbarossa
Der Kaiser Friederich
Im unterird´schen Schlosse
Hält er verzaubert sich.

Er ist niemals gestorben,
Er lebt darin noch jetzt;
Er hat, im Schloß verborgen,
Zum Schlaf sich hingesetzt.

Er hat hinabgenommen
Des Reiches Herrlichkeit
Und wird einst wiederkommen
Mit ihr zu seiner Zeit.

Der Stuhl ist elfenbeinern,
Darauf der Kaiser sitzt
Der Tisch ist marmelsteinern
Worauf sein Haupt er stützt.

Sein Bart ist nicht von Flachse
Er ist von Feuersglut
Ist durch den Tisch gewachsen
Worauf sein Kinn ausruht.

Er nickt als wie im Traume,
Sein Aug‘ halb offen zwinkt,
Und je nach langem Raume
Er einem Knaben winkt.

Er spricht im Schlaf zum Knaben:
„Geh hin vors Schloß, o Zwerg
Und sieh, ob noch die Raben
Herfliegen um den Berg!

Und wenn die alten Raben
Noch fliegen immerdar,
So muß ich auch noch schlafen
Verzaubert hundert Jahr“

Nach 1871 wurde anonym folgendes hinzugedichtet:

So hat er lang geschlafen, 680 Jahr
da flogen fort die Raben und um den Berg ward´s klar
Der Alte ging zu Raste vor Wilhelms Kaiserpracht
statt Raben auf dem Aste, der Adler hält jetzt Wacht

 

Text: Friedrich Rückert – 1815
Musik: Johann Gersbach 

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